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Aktuelles

24.03.2009
Erstes Netzwerktreffen

zum Projekt: „Aufbau eines Netzwerkes beruflicher Schulen zur Durchführung von Praxisprojekten - Nachhaltigkeit und nachhaltige Logistik im 21. Jahrhundert„



Berufskollegs auf Bundesebene vernetzen – funktioniert das? Ein erster Schritt dorthin wurde mit dem Treffen in Köln am 24.03.2009 getan. Vertreter/innen von sechs Schulen trafen sich unter Leitung des Instituts für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung (IVT) bei der Niederlassung Köln der DB Schenker AG in unmittelbarer Nähe des Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs. Die Zusammenarbeit zwischen Schenker und dem AMA-BK  ist die Grundlage der Projektarbeit in Köln.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt mit dem sperrigen Titel? Ziel des Projektes ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken in den Köpfen der Schüler/innen zu verankern, um ihn so in die Unternehmen (die derzeitigen oder späteren Ausbildungsbetriebe) zu tragen – bottom up sozusagen. Darüber hinaus sollen sich die Schulen vernetzen, d.h. im Rahmen des Projektes austauschen, um das Wort Nachhaltigkeit mit Leben zu füllen und zu einem festen Bestandteil der didaktischen Jahresplanung zu machen. Das funktioniert, wenn Schüler/innen und Lehrkräfte über ihre Schulen hinaus miteinander kommunizieren. Wichtig sind außerdem die betrieblichen Kooperationspartner, zum Beispiel die DB Schenker AG oder die Spedition Kellershohn GmbH. Das Projekt wird von der „Deutsche Bundesstiftung Umwelt“ gefördert und als Dekadeprojekt (Bildung für nachhaltige Entwicklung) der UNESCO ausgezeichnet. (Informationen unter  www.nachhaltigkeitsnetzwerk.de)

Nachhaltigkeit

 

 

Unesco Dekade Nachhaltigkeit

Als Akteure des IVT im „Nachhaltigkeitswerk“ gestalteten Jens-Jochen Roth und Julia Sliwinski das Treffen souverän. Der Gastgeber Schenker, ein global player der Logistikbranche (www.dbschenker.com), stand zuerst einmal im Fokus des Geschehens. Michael Spohr, Ausbildungsleiter und ehemaliger Schüler des Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg, gab einen Überblick zur Unternehmensgeschichte, bevor die Anwesenden in die Vorstellungsrunde einstiegen. Teilgenommen haben neben Mitarbeiter/innen des Gastgebers und Willi Kellershohn (geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Spedition aus Lindlar) Vertreter/innen der
Friedrich-List-Schule, Mannheim
Max-Weber-Schule, Sinsheim
Marie-Baum-Schule, Heidelberg
Julius-Leber-Schule, Frankfurt
Berufsbildende Schulen am Pottgraben, Osnabrück und des
Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs, Köln

Willi Kellershohn, ebenfalls ein Ehemaliger des Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg, veranschaulichte mit seiner Präsentation, wie der Nachhaltigkeitsgedanke auf betrieblicher Ebene umgesetzt werden kann. Er verwirklicht das erklärte Ziel des Netzwerkes: In seiner mittelständischen Spedition lebt Kellershohn vor, wie „Logistik für Mensch und Umwelt“ vom Slogan zur Realität wird. Mit „MUT“ (Mensch, Umwelt, Taten) stellt er die drei Aspekte des Nachhaltigkeitsdreiecks (Soziales, Ökologie, Ökonomie) zu einem Paket zusammen. Im Mittelpunkt stehen zufriedene (nachhaltig geschulte, gesunde) Mitarbeiter/innen, die die Umwelt schonen, indem sie beispielsweise Energie sparen. Das Ganze zahlt sich für das Unternehmen und darüber hinaus für die Mitarbeiter/innen in barer Münze aus.
Die Spedition Kellershohn GmbH arbeitet nach den Leitsätzen:
Wir möchten zu den kundenfreundlichsten und umweltbewusstesten Spediteuren zählen.
Der Mensch und die Umwelt stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.
Anerkennung erhielt Willi Kellershohn für seine Arbeit nicht nur von den Anwesenden, sondern auch auf überregionaler Ebene durch die Auszeichnung mit dem Eco Performance Award. (Näheres zur Spedition Kellershohn unter: www.kellershohn.de)

Spannend war es zu hören, wie weit die Umsetzung des Projektes an den einzelnen Schulen fortgeschritten ist. In den meisten Schulen haben Roth und Sliwinski inzwischen die Basismodule (Grundlagen umweltorientierten und nachhaltigen Handelns) erarbeitet. Jürgen Beck und Franz-Josef Hoffer, Friedrich-List-Schule, berichteten, dass eine Klasse (Auszubildende des Berufes Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung) eine virtuelle – nachhaltig arbeitende – Spedition als Projektziel definiert hat. 

Am Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg wird das Projekt in zwei Bildungsgängen umgesetzt. Beteiligt sind Auszubildende der Berufe Verkehrsservicekauffrau/-Kaufmann und Kauffrau/Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Während in den Unterstufenklassen gerade die Basiseinheiten laufen, ist die Speditionsmittelstufenklasse bereits bei den Aufbaueinheiten angekommen. Als Besonderheit hervorzuheben ist, dass die Schüler/innen dieser Klasse über ihren Berufshorizont hinaus blicken und sich für die Aufbaueinheiten Umweltkommunikation und Soziales entschieden haben. Zwei  Oberstufenklassen (ebenfalls Speditions- und Logistikkaufleute) am Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg sind bereits in der Praxisphase. In einer Klasse entwickeln mehrere Gruppen Spiele zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die zweite Oberstufenklasse fertigt Collagen und eine Magische Wand (Power Point) zum Schwerpunkt „Alternative Antriebe“.

Wie soll es konkret mit der Vernetzung der Schulen weitergehen? Julia Sliwinski zeigte mit Hilfe einer Übersicht die sich überschneidenden Ferienzeiten der beteiligten Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Da sind Terminschwierigkeiten vorprogrammiert. Deshalb werden erst einmal ein Chatroom eingerichtet und Videokonferenzen abgehalten. Dieser virtuellen Vernetzung sollen Treffen realer Menschen folgen. Angestrebt ist, dass die Schüler/innen die von ihnen entwickelten Projekte in den Partnerschulen vorstellen.
Nach einer lehrreichen Führung durch das Lager der Firma DB Schenker gingen die Beteiligten  mit dem Versprechen auseinander, die Vernetzung der beruflichen Schulen durch gegenseitige Besuche (Schüler/innen und Lehr/innen) im kommenden Schuljahr voranzutreiben.
Mehr über Inhalt, Struktur und Umsetzung des Nachhaltigkeitsnetzwerks am Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben der Kaufmännischen Schule.

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